Monat: Januar 2016

Kohlrabi statt Banane

Ich liebe die bunten Farben von unterschiedlichstem Obst und Gemüse. Das leuchtende Orange von Karotten, das saftige Grün von Gurken, das dunkle Blau von Heidelbeeren- es macht einfach viel mehr Lust auf Essen. Am Wochenende, wenn das Frühstück dann gemütlich und ausgelassen ist und nicht in der frühmorgendlichen Eile vonstatten geht, dekoriere ich manchmal sogar meinen Teller mit den verschiedensten Farben :). So kam auch diese leckere Ansammlung an Gemüse am Wochenende zustande und über das liebe Gemüse wollte ich heute auch eigentlich schreiben. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich als Snack fast nie auf Gemüse zurückgreife, sondern stattdessen Bananen, Äpfel, Birnen oder Orangen esse. Die sind natürlich auch super lecker, aber gerade jetzt im Winter ist eine super Zeit, um Gemüse wie Rote Beete, Kohlrabi, Feldsalat oder Möhren zu verspeisen. Hier auf diesem Kalender seht ihr noch all die anderen Gemüse Sorten, die ihr jetzt im Winter regional und frisch bekommen könnt: saisonkalender-gemuese Ich muss mich selbst auch noch ein bisschen daran gewöhnen, denn der süße, starke Geschmack von Obst ist lecker und wenn …

Kleinvieh macht auch Mist – ich glaube an diesem Sprichwort ist ganz schön was dran. Kleine Veränderungen bewirken auch etwas, da bin ich mir sicher. Ich alleine werde nicht die Meere vom Plastik befreien können oder aufhalten, dass die Polarkappen abschmelzen. Aber ich kann mit kleinen Dingen im Alltag anfangen und hoffen, dass es auf Andere überschwappt. 🙂 Bei mir funktioniert das jedenfalls oft, dass ich denke : hey das ist cool – das könnte ich auch so machen! Und viele dieser kleinen Veränderungen sind so einfach, dass jeder sofort damit anfangen könnte. Ich liste euch heute meine Favoriten. Sie sind alle wahrscheinlich schon wohlbekannt und keine neuen Innovationen, aber ich finde sie haben es trotzdem verdient noch einmal auf ein Podest gehoben zu werden, denn sie tragen dazu bei, unsere Erde ein klitzekleines bisschen mehr zu schonen. Der Coffee Becher to go Ich liebe es unterwegs Kaffee zu trinken. Ich schlürfe ihn gerne im Zug, beim Schaufenster gucken oder im Wartezimmer – irgendwie ergibt sich immer eine Gelegenheit zum Kaffee trinken 😉 Würde ich …

Reste verwerten II

Es gab wieder Reste zu verwerten! Und diesmal kamen die Pastinaken, Champignons und andere Leckereien sogar vom Markt. Dabei konnte ich mich gar nicht so sehr darüber freuen – zu sehr hat mich das schlechte Gewissen geplagt, dass ich in den ganzen 4 Monaten in denen ich schon in meiner Stadt wohne nicht 1 Mal! zum Markt gegangen bin. Dabei bin ich in der Stadt, in der ich davor gewohnt habe, jedes Wochenende gegangen. Aber irgendwie war ich zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt – Kontakte knüpfen, die große Frage nach dem Studium, Praktika machen, Stadt kennen lernen etc. Aber jetzt habe ich endlich ein bisschen Platz für den Markt gemacht und freue mich drüber. Ich war überrascht über die Zeiten – teilweise ist es gar nicht so einfach zu den Öffnungszeiten frei zu haben. Der Markt bei uns um die Ecke hat nur Mittwoch und Freitag von 7 bis 14 Uhr geöffnet. Eigentlich habe ich da gar keine Zeit, also stehe ich jetzt einfach eine Stunde früher auf, um noch bevor ich überhaupt irgendwelchen …

ein (un)beschwerter Tag

Sitze am Schreibtisch, an meinem teuren Laptop, in meinem warmen Zimmer. Gerade bin ich zur Haustür hineingestolpert, nach einem ausgelassenen Abend mit Freunden. Jetzt ist der Kopf wieder voll. Voll mit fragenden Kindergesichtern, die nach Keksen und Lollies rufen. Voll mit Erwachsenen, die durch die Gänge schlurfen, alle gedrängt in engen Räumen mit niedrigen Decken. Sie sitzen beisammen bei Kaffee und Tee. Die Stimmungen könnte ausgelassen sein, aber stattdessen zieren Sorgenfalten die Stirn und die Gedanken schweben weit weit weg in ein Land, dass einmal Heimat war. Eigentlich wollte ich euch heute mit durch meinen freien Tag nehmen. Ich habe Fotos von meinem Frühstück, vom Besuch des Wochenmarkts, vom Geschirr spülen etc. gemacht – einfach weil ich Lust hatte, mich und meinen Blog euch noch ein bisschen mehr vorzustellen. Doch dann kam der Nachmittag im Flüchtlingsheim (ich helfe dort in einem Café) und es kam mir falsch vor Fotos zu zeigen, die einen unbeschwerten, spaßigen Tag zeigen. Stattdessen war mein Kopf voll mit entwurzelten Menschen und es tat gut ein paar Zeilen dazu aufzuschreiben. Wenn …

Foto Jahresbegleiter mit Winston dem Erdferkel

  Erinnerungen sind unglaublich wichtig. Sie rufen uns schöne Momente, Herausforderungen, Abenteuer oder geliebte Menschen ins Gedächtnis. Und obwohl unser Gehirn alle diese besonderen Momente für uns im Gedächtnis aufbewahrt sind Fotos eine wunderschöne Erfindung. Details, an die man sich gar nicht mehr entsinnen kann kommen plötzlich im alten Familienalbum wieder zum Vorschein. Es macht Spaß mit Bildern eine kleine Zeitreise zu veranstalten. In Zeiten der Digitalkameras dauern diese Reisen aber meist seeeehr lange 😉 Man knipst und knipst und knipst und plötzlich hat man 500 Bilder vom Wochenendausflug. Selbst der geduldigste Freund würde wahrscheinlich beim Durchklicken all dieser Bilder einschlafen. Ich selbst schieße meist auch zu viele Bilder und wer hat schon Lust auf Bilder aussortieren? Deswegen möchte ich dieses Jahr ein Fotobuch anfangen. Aber es soll kein stinknormales Fotobuch sein, sondern eins, dass mich durch das Jahr begleitet. Jeden Monat klebe ich 10 Fotos ein, die meinen Monat widerspiegeln. Und klar, ich werde trotzdem noch mehr als 10 Fotos pro Monat auf meiner Kamera haben, aber man fotografiert schon anders, wenn man weiß, …

Spinat -Süßkartoffel – Champignons – curry aka Reste verwerten

Ich wohne in einer WG, in der wir Lebensmittel und auch unsere leckeren Gerichte miteinander teilen. Eine ziemlich coole Idee, von der ich mich aber erst ein wenig überzeugen musste. Wie immer wenn man Aufgaben untereinander aufteilt braucht es in gewisser Form ein paar Regeln. Die haben wir auch – alles was wir einkaufen beispielsweise schreiben wir ein kleines, rosa Schulheft und dann rechnen wir aus, was wir im Monat bezahlt haben. Den Betrag teilen wir dann so auf, dass jeder genau gleich viel bezahlt. Das finde ich eine prima Sache, denn wenn man selbst noch kein richtiges Einkommen hat, macht es schon einen Unterschied, ob man im Monat beispielsweise 50 Euro mehr als der Rest ausgeben hat. 
Von dieser Seite aus ist also alles geklärt. Die andere Seite betrifft das Kochen. Dafür hatten wir zu Beginn keine Regelung, was aber dazu führte, dass eine Person fast immer kochte und der Rest einfach mitaß. Das passiert schnell wenn man unterschiedlich spät Feierabend hat, unterschiedlich oft abends unterwegs ist etc. Im Endeffekt haben wir dann auch …

„Freiheit bedeutet,dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen“

  d3vjk4jagnknqc.cloudfront.net/…/Astrid-Lindgren1.jpg Das Zitat der wunderbaren Astrid Lindgren fällt sicher nicht in die Kategorie der berühmtesten Zitate der Welt. Und obwohl es so still und leise daher kommt hat es eine verdammte Wucht. Sich anpassen, von Anderen gemocht werden, dazugehören – wie wichtig(und gut) ist das für uns? Anders sein erfordert Mut und Entschlossenheit, denn jeder hat doch irgendwie das Bedürfnis danach, geliebt und angenommen zu sein. Niemand mag seltsame Blicke im Rücken spüren oder im Vorbeigehen Getuschel hören. Doch manchmal ist es eben notwendig, um frei und glücklich zu sein. Als Astrid Lindgren ihr Manuskript zu Pippi Langstrumpf an einen Verlag sendete wurde es abgelehnt. So eine Geschichte ist nichts für Kinder – viel zu frech ist das kleine rothaarige Mädchen, das Pferde hochheben kann und ohne Eltern in einer Villa wohnt. Nachdem das Buch dann doch veröffentlicht wurde hangelte es viel Kritik. Es wäre nicht gut für Kinder, solche Geschichten zu lesen. Und nicht nur als Schriftstellerin wird sie angeprangert, auch als sie in einer vielbeachteten Rede darüber sprach, dass kein Kind jemals …

Mütze häkeln für Newbies

Meine Mitbewohnerin ist begeisterte Häklerin. Jede Woche hat sie ein neues Projekt und sitzt dann bei uns in der Küche und schwingt die Häkelnadel. Vor ein paar Monaten hat sie mir dann auch mal gezeigt wie es geht. Nachdem ich bereits im Stricken ziemlich versagt hatte und nie etwas außer einem ziemlich ungleichmäßigen Stirnband zustande bekommen habe, war ich etwas skeptisch. long story short – das häkeln ist mir viel leichter gefallen und schon bald saß ich mit meinem ersten Projekt für Stunden in meinem Bett und habe Maschen gezählt. Mein zweites Projekt war dann die Mütze, die ich euch heute zeigen möchte. 🙂 Ich finde Mützen häkeln super, weil es schnell und einfach geht und es außerdem noch preiswert ist. Meine Mütze ist aus 100 Prozent Schafwolle. Ich habe 2 Knäuel mit je 50 Gramm gekauft (insgesamt ca. 8 Euro) von denen ich ca. 70 Gramm gebraucht habe. Auf dem Bild seht ihr, dass meine Mütze unten mit einer anderen Farbe abschließt. Für die eine Reihe müsst ihr aber nicht extra ein Wollknäuel kaufen – …

Schluss mit halben Sachen.

Heute habe ich wieder mit schlechtem Gewissen den eingeschweißten Brokkoli auf das Fließband gelegt. Gleichzeitig habe ich versucht mir einzureden, dass ich ja zumindest meine Birnen nicht in eine Plastiktüte eingepackt habe – ein schwacher Trost. Es passiert so leicht, dass man sich an seinen eigenen Prinzipien vorbei schleicht. Es ist schließlich unglaublich einfach. In der Stadt sind hunderte Menschen mit vollen Einkaufstüten unterwegs und im Supermarkt hat die Frau vor und die Frau hinter dir jedes ihrer Gemüsesorten in eine gesonderte Tüte verfrachtet. Und du gehörst irgendwie dazu. Vielleicht gibst du dir ein bisschen mehr Mühe. Hier mal Bio Bananen gekauft, dort mal auf einem Wochenmarkt gewesen oder an einem Wochenende die Bahn statt des Autos benutzt. Reicht das? Diese Frage muss sich natürlich jeder selbst stellen. Wenn ich mich selbst frage, meine vielen Prinzipien und Sichtweisen vor mir ausbreite, dann muss ich mit einem eindeutigen Nein antworten. Nein es reicht mir nicht und ich weiß ich könnte so viel mehr machen. Deswegen fange ich heute damit an. Und damit ich morgen nicht wieder …