Blog, Gedanken
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ein (un)beschwerter Tag

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Sitze am Schreibtisch, an meinem teuren Laptop, in meinem warmen Zimmer. Gerade bin ich zur Haustür hineingestolpert, nach einem ausgelassenen Abend mit Freunden. Jetzt ist der Kopf wieder voll. Voll mit fragenden Kindergesichtern, die nach Keksen und Lollies rufen. Voll mit Erwachsenen, die durch die Gänge schlurfen, alle gedrängt in engen Räumen mit niedrigen Decken. Sie sitzen beisammen bei Kaffee und Tee. Die Stimmungen könnte ausgelassen sein, aber stattdessen zieren Sorgenfalten die Stirn und die Gedanken schweben weit weit weg in ein Land, dass einmal Heimat war.

Eigentlich wollte ich euch heute mit durch meinen freien Tag nehmen. Ich habe Fotos von meinem Frühstück, vom Besuch des Wochenmarkts, vom Geschirr spülen etc. gemacht – einfach weil ich Lust hatte, mich und meinen Blog euch noch ein bisschen mehr vorzustellen.

Doch dann kam der Nachmittag im Flüchtlingsheim (ich helfe dort in einem Café) und es kam mir falsch vor Fotos zu zeigen, die einen unbeschwerten, spaßigen Tag zeigen.
Stattdessen war mein Kopf voll mit entwurzelten Menschen und es tat gut ein paar Zeilen dazu aufzuschreiben.

Wenn ich heute Abend jedenfalls die Dunkelheit hereinlasse und meine Augen schließe, werde ich auf jeden Fall dankbar sein, dass ich in einem warmen Bett liege. Dankbar, dass es nur die Straßenbahn ist, die unser Haus zum wackeln bringt.

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