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Umzug, Neustart, Abenteuer, Abschiedsschmerz.

Vier Wörter, die mein momentanes Gefühlschaos ziemlich gut zusammenfassen. Am Wochenende war es so weit. Gepackte Kisten, eine Weltkarte, Tisch, Bett, Schrank, Sofa und anderer Kleinkram wurden in den Anhänger verstaut und dann habe ich Nordrhein – Westfalen Tschüss gesagt.
Ich muss zugeben, dass ich Nordrhein – Westfalen den Rücken zudrehe, tut mir nicht so weh. Das Fleckchen war nichts für mich. Zu städtisch, zu viele Menschen. Aber um die Menschen, mit denen ich die vergangenen Monate verbracht und eine wunderbare Altbauwohnung geteilt habe, tut es mir leid.

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Abschied ist schon eine seltsame Sache, vor allem wenn er so endgültig ist. Wenn ich meine Familie umarme und sage bis bald, dann weiß ich genau was das heißt. In meinem Fall heißt bis bald bis in drei Monaten. Bei meinen Mitbewohnern weiß ich nicht was es heißt – bis in ein paar Monaten, Jahren – oder schafft man es am Ende doch nie sich auf den Kaffee in der neuen Heimat zu treffen? Wir werden sehen.
Erst einmal hilft da wohl nur nach vorne schauen und sich in neue Abenteuer fallen lassen. Während ich hier diese Zeilen auf dem Weg zum Flughafen schreibe, habe ich jedoch so ziemlich gar keine Gefühle. Dafür ging auch alles viel zu schnell. In meinem Kopf stellen sich nur Fragen zum Abflug: Hab ich alles eingepackt? Boardingkarte ausgedruckt? Hostelreservierung dabei?
Alles andere wird erst in den nächsten Tagen sacken. Und trotzdem soll das hier schon einmal eine Erinnerung an mich sein.
Eine Erinnerung daran, dass ich dankbar sein soll, für jeden lustigen Spieleabend, jedes gemeinsame Abendessen und all die kleinen Alltagsabenteuer die wir hatten. Dass diese Momente alle nie wieder weggenommen werden können und uns alle für immer verbinden werden.
Mein Gehirn hat sie hoffentlich alle irgendwo abgespeichert und für den Fall, dass doch mal was abhanden kommt, gibt es noch Fotos und Videos.
Und übermorgen um die Zeit werde ich hoffentlich schon mit Schneeschuhen in die Waldhütte stapfen. Dort werde ich auch kein Internet haben, aber ich werde viele Fotos machen und euch dann berichten.
Jetzt muss ich nur erst einmal den Flug überleben. Drückt mir Daumen! Ps. Ich habe ziemliche Flugangst 😮

pps. Ich wurde für den Liebsten Award auserkoren – wie cool ist das denn?! Dazu folgt auch sehr bald ein Post 🙂

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8 Kommentare

  1. Ich versteh dein Abschiedsschmerz, war es doch eine bedeutsame Zeit für dich. Nun starte aber eine weitere und du wirst wieder mit tollen Erfahrungen da raus gehen. Ich wünsche dir viel spaß auf deiner reise und pass auf dich auf 🙂

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  2. Ich verstehe dich so gut! Das kahle zu Hause zu betrachten kann ganz schön schmerzlich sein, und dann auch noch nicht zu wissen, was eigentlich auf einen wartet auf der anderen Seite der Welt, ist ziemlich abenteuerlich, aber auch beängstigend. Es gibt keinen sicheren Rahmen mehr, in dem man sich bewegt und den man kennt. Been there, done that!

    Ich wünsche dir wundervolle Erlebnisse, eine magische Zeit, viele Freunde und Freude, Glück und Dankbarkeit für alles, was du erleben wirst. Es wird dich verändern, da bin ich mir sicher! 🙂

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    • Danke für die aufbauenden Worte! Ich glaube auch fest daran, dass auf der anderen Seite vom Teich wieder neue Abenteuer warten und ich freue mich drauf. (heute auch schon wieder viel mehr als gestern) Und seinen Freund nach so langer Zeit mal wieder sehen ist natürlich auch nicht schlecht 😉
      Liebe Grüße zu dir 🙂

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