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Coffee&Clay geht in Sendepause

Hallöchen ihr Lieben,

Ich melde mich heute noch einmal, vorerst zum letzten Mal. Es kam ja jetzt wirklich schon wieder länger nichts und davor auch nur noch unregelmäßig und ich habe einfach feststellen müssen, dass für Coffeeandclay im Moment leider nicht genug Zeit ist.

Bei mir geht es gerade ziemlich rund – Ich beginne ein neues Studium, stecke dafür im Vorpraktikum, ziehe bald um und habe jetzt auch endlich einen kleinen Onlineshop für meine Keramik eröffnet. (JUHUU 🙂 )

Das Schreiben hier und der Austausch mit euch hat mir immer super großen Spaß gemacht und wahrscheinlich zieht es mich auch irgendwann wieder zurück in die Bloggerwelt, aber zur Zeit ist es besser hier erst einmal den Stopp Knopf zu drücken. (Denn ein halbherzig geführter Blog macht weder euch noch mir Spaß)

Ich wünsche euch allen einen super Restsommer und das ihr weiter viel Spaß beim Bloggen habt. Ich schaue sicher hier und da mal wieder vorbei.  🙂

Alles Liebe,

eure Macky 🙂

Festes Shampoo von der Seifenmanufaktur

Ja es gibt mich noch… ich habe mich richtig geärgert, dass ich mich so lange hier nicht gemeldet habe und dann wurde ich immer missmutiger deswegen und habe den Blog erst einmal für eine Weile in die Ecke gepackt. Und jetzt sind wir hier, einen guten Monat später. Oh je.

Seit dem letzten Post hat sich viel verändert. Ich bin wieder in Deutschland angekommen, (körperlich etwas früher als mit dem Kopf ;)) und ich habe mein Vorpraktikum fürs Studium begonnen. So langsam hat sich der neue Alltag wieder eingependelt und dann kam das Stimmchen auch schon wieder, das gesagt hat : Hey kümmer dich doch mal wieder um deinen Blog.  (ich finde es übrigens sehr bewundernswert das einige unter euch es wirklich schaffen immer regelmäßig zu bloggen – wie schafft ihr das neben Job und so weiter immer guten Content auf euren Blogs zu veröffentlichen?)

Kommen wir aber mal zu einer erfreulichen Nachricht: Nach einer gefühlten Ewigkeit kam vor ein paar Tagen ein Paket bei mir an. 🙂  Selbst meine Mom, die sonst eigentlich keine Sms schreibt, hatte mir mit den Worten „Was riecht gut und wird vom Mann im gelben Auto gebracht?“ die freudige Nachricht mitgeteilt.  Der Inhalt vom Paket waren 5 feste Haarshampoos und eine normale Seife von der Seifenmanufaktur Sauberkunst.

Ich weiß nicht ob ihr euch noch erinnern könnt, aber vor ein paar Monaten hatte ich ja das selbstgemachte Avocadoshampoo ausprobiert. Ich war auch recht positiv überrascht, jedoch war es durch die sehr flüssige Konsistenz doch recht schwer überall hinzukommen. Meistens ist die Hälfte schon vorher durch die Finger gelaufen und dann hatte man nur noch einen kleinen Tropfen in den Haaren.
Daraufhin hatte ich ein festes Shampoo aus Neufundland ausprobiert. Das war am Anfang ziemlich ungewohnt. Die Haare waren irgendwie relativ rau nach dem Waschen, aber dafür konnte ich sie echt lange ungewaschen lassen ohne das sie fettig aussahen. (3-4 vier Tage locker und ich habe nach Nadelwald gerochen :D)

Hätte ich die Möglichkeit dieses Shampoo hier weiter zu kaufen würde ich es auf jeden Fall machen, denn ich war super zufrieden. Da ich es hier aber leider nicht bekomme habe ich bei Sauberkunst bestellt. (mit ziemlichen hohen Erwartungen nach meinem letzten Shampoo 😉 ).

Sauberkunst ist eine Seifenmanufaktur die vegane und palmölfreie Seifen, Shampoos etc. herstellt.

Die Inhaltsstoffe der einzelnen Produkte kann man genau auf der Seite nachlesen, hier ist mal ein Beispiel für das Mango Shampoo:

Sodium Lauryl Sulfoacetate (SLSA), Reiskeimöl (Oryza sativa Oil), Brokkolisamenöl¹ (Brassica Oleracea Seed Oil), Meersalz (Maris Sol), gelbe Tonerde (Yellow Clay Illit), Parfum (Citronellol, Geraniol, Citral, Limonene), Mangopulver (Mangifera indica L. Powder), Kokosmilchpulver (Cocos nucifera fruit extract), Lysolecithin, D-Panthenol

Sodium Lauryl Sulfoacetate ist wohl vom BDIH Verband für Naturkosmetik zugelassen und relativ unbedenklich – habt ihr da mehr Infos?

Preislich liegen die kleinen Shampoos bei ca. 4,90. Ich muss gestehen, als ich sie ausgepackt habe war ich schon etwas überrascht wie klein sie sind, aber laut Hersteller sind sie so ergiebig, dass sie genauso lange halten wie 2-3 Flaschen Shampoo. (Das wird noch getestet ;))

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Ich habe das Shampoo bis jetzt einmal getestet und bin ziemlich zufrieden. Es riecht sehr lecker nach Mango, das Haar fühlt sich nach dem Duschen frisch und gewaschen an und das Waschen an sich ist auch angenehm, weil es ein bisschen schäumt. Ich bin sehr gespannt wie lange das kleine Bällchen hält und nach wie vielen Tagen meine Haare nun nachfetten werden. Ich werde Bericht erstatten!

Die Seife habe ich noch nicht ausprobiert, aber sie riecht schon mal sehr lecker nach Meer und Nadelbäumen.

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Haltet die Ohren steif und bis bald,

eure Macky 🙂

Rentiere in freier Wildbahn

Mei o mei es ist schon wieder lange her…  Ich weiß nicht ob ihr das kennt, aber ich habe das Gefühl es gibt Zeiten in denen man einatmet und Zeiten in denen man ausatmet. In den letzten Wochen haben ich also viel eingeatmet – gelesen, gezeichnet, getöpfert. Mein Schreibe – und Mitteilungsbedürfnis war so ziemlich bei Null, aber ich habe es genossen. Jetzt hatte ich aber mal wieder das Bedürfnis auszuatmen 😉

Meine letzten Tage in Kanada sind angebrochen und um die letzten Tage nochmal richtig zu genießen sind wir am Samstag in den Nationalpark Gros Morne gefahren.

Der Park ist mit  1805 Quadratkilometern der zweitgrößte in Kanada. Ich wollte dort schon immer einmal hin… Googelt einfach mal Gros Morne und ihr werdet verstehen weshalb 😛

Jedenfalls war es genauso schön wie ich es mir vorgestellt habe und für alle, die die Tierwelt Kanadas ein wenig genauer unter die  Lupe nehmen wollen, ist dies der perfekte Ort. Man muss sich schon echt die Augen zuhalten, wenn man keinen Elch sehen will.

Wir haben insgesamt vier Elche gesehen, einen davon in der Dämmerung, wie er durch Wasser gewatet ist. Das absolute Highlight waren aber fünf Elche, die direkt neben der Straße gemütlich gegrast haben. Wir haben angehalten und saßen einfach direkt neben den Rentieren und haben ihnen beim Futtern zugeschaut.

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Und das schönste daran ist, dass keines dieser Tiere eingezäunt ist. Sie leben einfach im Nationalpark, weil dort die Bedingungen für sie am besten sind (viel Wald, wenige Straßen), aber wenn sie wollen, dann können sie einfach woanders hinziehen.

Aber nicht nur die Tierwelt in Gros Morne ist super interessant, auch die Natur. Zum Beispiel gibt es einen Ort im Nationalpark, an dem ein Stück vom Erdmantel durch Faltungen bis an die Oberfläche gehoben wurde. Dieses Gebiet nennt man die Tablelands. Ich habe sowas noch nie gesehen. Man hatte das Gefühl mitten in der Wüste ausgesetzt worden zu sein, doch wenn man sich umgedreht hat waren dort schneebedeckte Berge und das Meer.

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Wir sind fast bis nach oben geklettert und es war um einiges weiter als ich gedacht habe. (Danach hatten wir einen kleinen Sonnenstich ;))

Die Aussicht dort oben war jedoch so schön, dass ich diesen Sonnenstich leicht verkraftet habe. Wir wollten auch noch eine Bootstour durch die Fjorde machen, aber die Saison war noch nicht eröffnet. Generell erwacht in Neufundland alles erst im Juni. Nicht mal die Cafes hatten geöffnet.

Auch viele der Wanderrouten waren noch gesperrt, weil viele Tiere jetzt ihre Babys haben und man sie natürlich nicht stören will.

Es war trotzdem wunderschön und das Rentierbild wird auf jeden Fall aufgehängt 😉

Ich hoffe ihr hattet ein schönes, langes Wochenende.

Bis bald,

Marie

GELESEN GEHÖRT GESEHEN GESHOPPT – Monatsrückblick April

GELESEN, GEHÖRT, GESEHEN, GESHOPPT – das sind meine vier Gs zu diesen ich euch heute einen Monatsrückblick für April schreiben möchte.

Ich finde Monatsrückblicke inspirierend, habe mir aber schon so oft dabei gedacht: Wie viel machen manche Menschen in einem Monat? 

Vielleicht bin ich da eher eine Ausnahme, aber in den wenigsten Fällen gibt es bei mir jeden Monat neue Musik, neue Bücher oder neue Errungenschaften von denen ich berichten könnte. Ein Buch kann sich schnell mal über mehrere Monate hinziehen und meine Lieblingsserie könnte ich bis ans Ende meiner Tage schauen :p.

Im April war jedoch in jeder G – Kategorie was los, also wollte ich euch davon erzählen. Fangen wir an.

GelesenGelesen habe ich gleich 2 Bücher!

Das erste war Yoga Girl von Rachel Brathen.

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In letzter Zeit habe ich mich öfter mal mit dem Gedanken beschäftigt Yoga auszuprobieren, also wollte ich ein Buch lesen was einen Einblick in das Thema gibt, ohne das es gleich voll losgeht.

Das Buch hatte  gute Online Rezensionen, also habe ich es gekauft. Im Nachhinein hätte ich schon am Titel erkennen sollen, dass das Buch wahrscheinlich nicht wirklich etwas für mich ist.

Ich würde nicht sagen das es schlecht war, aber es ist mehr ein Buch zum durchblättern. Es gibt es paar hübsche Bilder, ein paar Übungen und dazu die Lebensgeschichte von Rachel Brathen  – einer Yoga Lehrerin aus Schweden.

Buch Nummer zwei hat mich dafür total umgehauen!

Ich hab es für 3 Dollar im Second Hand Store gekauft und würde behaupten, dass es die beste Investition in diesem Monat war.

Das Buch heißt the help und wurde von Kathryn Stockett geschrieben.

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In der Geschichte geht um die Situation der schwarzen Hausmädchen im Jahre 1960 in Jackson Mississippi. Schicke, weiße Ladys lassen ihre Kinder von den Hausmädchen groß ziehen, diese dürfen im Gegenzug jedoch nicht einmal ihre Toilette benutzen. Der weißen Lady Skeeter passt es jedoch gar nicht und will undercover ein Buch mit Hilfe der Hausmädchen darüber schreiben. Mehr will ich an dieser Stelle nicht sagen außer, dass das Buch wirklich super spannend ist und du mit den Hausmädchen nur so mitfieberst.

Das verschiedene Personen im Buch erzählen macht das ganze noch interessanter.

side note: Ich war so in das Buch vertieft, dass ich es bis morgens um 2 gelesen habe und danach sofort den Film eingeworfen habe. Da saß ich also bis nachts um 4, habe Popcorn gegessen, gelacht, geweint und mir nichts schöneres für den Abend hätte vorstellen können.


Gehört:  Meine Playlist für diesen Monat lässt glaube ich so ziemlich jeden durch die Küche zappeln. Elektroswing war bei mir angesagt und ich habe diese Art von Musik nochmal ganz neu für mich entdeckt.

Ich finde Swing als Tanz schon super cool und die Musik dazu macht super gute Laune.

Als ganze vorne mit dabei war natürlich Parov Stelar mit Booty Swing , Catgroove und All Night. Auch rauf und runter gehört habe ich Jamie Berry Ft. Octavia Rose mit Delight. 


Gesehen : Gesehen habe ich ohne Ende The Office. Vor allem in der Woche in der ich krank war habe ich sooo viele Folgen geschaut. Diesen Monat habe ich vor allem auch die letzte Staffel geschaut, was echt irgendwie traurig war. Eine Ära ist zu Ende.

Jedenfalls kann ich The Office (die amerikanische nicht die britische Show) nur wärmstens empfehlen. Ich kenne keine andere Serie die so konstant gut ist und vor allem auch so absurd ist (schwarzer Humor ist öfter mal präsent). Es gibt viele Charaktere und vor allem wechseln diese auch oft. Es ist immer Bewegung und Action und das Büro Setting macht das ganze perfekt.

Auch gesehen habe ich wie oben schon genannt the help. Auch ein super Film!

Geshoppt:  Selbst geshoppt wurde in diesem Monat. Im April habe ich offiziell meinen 4. Monat gefeiert, in dem ich nur Second Hand geshoppt habe. Manchmal ist es echt nicht so einfach. Man sieht etwas und möchte einfach zugreifen – es wäre so einfach. Umso stolzer bin ich also, dass ich es jetzt schon seit über 4 Monaten durchziehe.

Diesen Monat habe ich echt ein paar schöne Teile gefunden. Einen wunderbar grünen Strickpullover, ein olivgrünes T-Shirt, eine Bluse mit hübschen Muster und ein geringeltes Shirt für den Strand.

Ich bin mittlerweile wirklich ein großer Second Hand Fan. Alle Teile, die ihr auf den Bildern seht haben gute Qualität (zwei sind aus 100 % Baumwolle) und noch in einem super Zustand. Bezahlt habe ich für die Teile weniger als 30 Dollar. Man tut also nicht nur der Umwelt etwas gutes sondern auch seinem Geldbeutel :p

Habt ein wunderbares Wochenende!

Ps. : Habt ihr Lust öfters mal solche Rückblicke zu lesen?

 

Über Sprossen und wie man die kleinen Wunderpflänzchen selber zieht

Kennt ihr das? Man ist auf der Suche nach etwas, wühlt durch seine Schubladen und plötzlich entdeckt man Dinge von deren Existenz man gar nicht mehr wusste. So ging es mir jedenfalls vor ein paar Tagen, als ich mein Keimgerät in einer Kommode wieder entdeckte.

Ich war völlig euphorisch, denn Sprossen ziehen ist eine super Sache. Selbst wenn man keinen grünen Daumen hat (und ich habe schon so einiges auf meiner Fensterbank eingehen lassen), ist es kaum möglich an den Sprossenzucht zu versagen. 

Für diejenigen, die beim Thema Sprossen auf komplettes Neuland stoßen, ist hier erst einmal eine Definition:


Sprossen sind aus Samenkörnern gekeimte Jungpflanzen – auch Sämlinge genannt.

Verwendet wurden sie zu erst im asiatischen Raum auf einer Seefahrt. Weil auf dem Boot alles recht feucht war begannen die Keimsaaten auf dem Schiff an zu keimen. Hungrig wie die Seeleute waren, verspeisten sie die jungen Pflänzchen und waren ganz erstaunt, wie viel Kraft die grünen Stängel ihnen lieferten. Und somit war die Sprossenzucht quasi geboren. 

Und genauso wie die Seefahrer können auch wir von den kleinen Supersprossen ganz schön viele Vitalstoffe erhalten. Dabei hat jede Pflanze quasi ihre eigene Superpower. Kresse und Brokkolisprossen liefern beispielsweise Vitamin C, Magnesium und Eisen. Hülsenfruchtkeimlinge sind Lieferanten für hochwertiges Eiweiß, Vitamin C und Phosphor und Getreidekeimlinge enthalten viele Vitamine der B – Gruppe.

Für mehr Infos schaut mal auf die Seite von Sprossenparadies , dort findet ihr eine Liste verschiedener Sprossen und deren Inhaltsstoffe.


Generell ist die Auswahl an Pflanzen die sich für die Sprossenzucht eigenen sehr groß. Man kann so gut wie alle Nahrungspflanzen benutzen, nur auf Nachtschattengewächse solltet ihr auf jeden Fall verzichten.  Auf Wikipedia findet sich diese kleine Tabelle zu geeigneten Pflanzen:

Geeignete Pflanzen

Kreuzblütler

Hülsenfrüchte

Getreide & Co.

Sonstige

 

WICHTIG: Bei den Hülsenfruchtsprossen gibt es ein paar Sorten, die nicht roh gegessen werden können. Dazu gehören beispielsweise Erbsen- Kichererbsen- oder Sojabohnenkeimlinge. Diese enthalten Hämaglutenin – ein Protein, das die roten Blutkörperchen zusammenklumpen lassen kann. Durch Kochen wird dieses jedoch abgebaut und die Sprossen sind dann unbedenklich.

Kommen wir jetzt zum spannenden Teil – Wie ziehe ich meine eigenen Sprossen? 

Alles was ihr für eure Sprossenzucht braucht ist :

  • Keimsaat
  • Sprossenglas oder Keimgerät
  • Wasser

Sprossen ziehen geht so fix, dass ihr quasi vor dem Fensterbrett sitzen und zuschauen könnt. Bevor es jedoch losgeht müsst ihr eure Keimsaat in Wasser einlegen. Dort lasst ihr sie für ca. 4 Stunden, damit sie ordentlich Feuchtigkeit aufsaugen.

Der nächste Schritt hängt dann von eurem Behälter ab. Ich selbst habe dieses Keimgerät von Biosnacky :

Dieses hat 3 Schalen, wodurch man 3 verschiedene Sprossensorten auf einmal ziehen kann. jihaaa. Ganz unten habt ihr die Auffangschale, in die das Wasser abläuft. Darüber sind die drei Sprossenschalen und oben drauf kommt der Deckel. Jede Sprossenschale besitzt Ablaufsyphons, die versetzt sein müssen, damit sich das Wasser gut ausbreitet.

Ihr verteilt also je einen Esslöffel Keimsaat pro Schale und kippt soviel Wasser in das Gerät, bis das oberste Ablaufsyphon ganz bedeckt ist. 

Das wiederholt ihr ca. 2- 3 Mal am Tag und nach ein paar Tagen solltet ihr frische, knackige Sprossen auf der Fensterbank haben. 

side note: Das Wasser in der Auffangschale eignet sich super zum gießen, weil es mit Nährstoffen angereichert ist.


Falls ihr nicht in ein Keimgerät investieren wollt, könnt ihr auch ein einfaches Einmachglas benutzen.

Für die Einmachglas – Methode braucht ihr:

  • ein Einmachglas
  • einen feinmaschigen Stoff (zum Beispiel Gardinenstoff)
  • Gummiring
  • Keimsaat
  • Wasser

Gebt eure Keimsaat in das Einmachglas und lasst es wie bei der anderen Methode beschrieben für mehrere Stunden einweichen. Danach wird der Gardinenstoff mit einem Gummi als Deckel befestigt. Wenn ihr eurer Glas jetzt in Schräglage bringt, kann das Wasser ablaufen und eure Keimlinge bleiben feucht. Die Keimlinge müssen ca. zweimal täglich „gespült“ werdenPasst auf dass sie nicht zu feucht sind, sonst kann es schnell schimmeln. 

Das war es dann auch schon zur Sprossenzucht. Meine persönlichen Favoriten sind bis jetzt übrigens Linsen und Kresse. Kresse ist wunderbar scharf und Linsen im Gegenzug mild und nussig. Mal sehen was diese Woche auf der Fensterbank wachsen wird. In der Schublade liegt noch Brokkoli- und Mungbohnensaat. 🙂

 

 

Mit Abenteuern gefüllte Seiten

Aus irgendeinem Grund haben mich schon immer Bücher fasziniert, in denen Menschen große Abenteuer in der Wildnis erleben. Nur mit einem Rucksack auf dem Rücken und einem Paar Wanderschuhen an den Füßen, der Natur vollkommen ausgeliefert. Pack noch eine Portion Selbstfindung mit rein und ich habe die Bücher nur so verschlungen. (Wahrscheinlich war auch das kein unwichtigerer Grund für meine Entscheidung nach dem Abi nach Kanada zu gehen 😉 )

Ich selbst würde mich nie trauen tausende Kilometer alleine durch unberührte Natur zu laufen, aber im kleineren Stil reizt mich das schon. Vor allem wenn die ersten Sonnenstrahlen sich wieder öfter blicken lassen, würde ich am liebsten einfach losziehen.

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man nur mit dem Allernötigsten draußen unterwegs ist. Man muss seinen Verstand einschalten, wachsam sein und improvisieren. Fast nie läuft alles nach Plan und es kann echt unangenehm sein, wenn man im strömenden Regen sein Zelt aufstellen muss und dann nichts trockenes zum Schlafen hat. Wenn einen am nächsten Morgen aber die Sonne wieder weckt, man seine streng eingeteilte Frühstücksration ist und sich den Rucksack wieder aufschnallt, dann fühlt mich sich als könnte einen nichts mehr umhauen.

Und darum geht es doch bei diesen Abenteuern auch irgendwie. Man gerät ständig in Situationen von denen man denkt: das schaffe ich niemals.

Aber dann schafft man es doch und fühlt sich jeden Tag ein bisschen stärker.

Jetzt, da der Frühling da ist und die Wander- und Outdorsaison quasi wieder eröffnet ist, möchte ich euch ein paar “Abenteuer“ Bücher vorstellen. Wenn ihr gute Bücher in diese Richtung kennt, dann schreibt sie mir unbedingt!

In die Wildnis: Allein nach Alaska – JON KRAKAUER 

Wer kennt ihn nicht? Den jungen Mann, der alleine nach Alaska in die Wildnis zog. Ein Idealist, Gesellschaftskritiker, Träumer?! Die Meinungen zu seiner Geschichte sind gespalten. Manche bezeichnen in schlichtweg als Spinner, andere verehren ihn für seinen Mut bei der Suche nach Freiheit und Wahrhaftigkeit.  Ich finde seine Geschichte unglaublich spannend und kann mir kaum vorstellen, dass es jemanden gibt, den diese Reise unberührt lässt. Jon Krakauer hat sehr viel Herzblut in die Recherche zu diesem jungen Mann gesteckt. Man merkt, dass er nicht will, dass man Christopher McCandless als ahnungslosen Irren abtut, der nicht wusste was er tat, denn das war nicht der Fall. Die Geschichte ist spannend geschrieben, es wird nie langweilig. Teilweise zerreißt es einen aber auch das Herz. Eins meiner Lieblingszitate stammt aus diesem Buch: Happiness only real when shared. 

Spuren: Eine Reise durch Australien – ROBYN DAVIDSON

Dieses Buch habe ich auch verschlungen. Es ist schon etwas älter (1. Auflage 1995), jedoch wurde 2013 ihr Buch verfilmt, wodurch ihr es vielleicht schon kennt. Die Geschichte handelt von der jungen Robyn Davidson, die Mitte Zwanzig mit ein paar Kamelen 2700 Kilometer durch die australische Wüste läuft. Nicht nur das finde ich schon unvorstellbar, die Jahre davor verbringt sie in einer kleinen Stadt, in der sie sich ohne Ende abrackert, um sich die Kamele für die Reise zu erarbeiten. Beim Lesen konnte ich kaum glauben wie viele Niederschläge sie einsteckt und trotzdem weiter macht. Das eigentliche Abenteuer wird dann zeitweise von der National Geographic und dem dazugehörigen Fotografen (der auch noch heimlich in sie verliebt ist) begleitet, denn nur so kann sie die Reise finanzieren. Ihr selbst gefällt das Ganze überhaupt nicht, denn sie verbringt – wenn möglich – ihre Zeit fern von Menschen, mit ihrem Hund und den Kamelen. Ich kann für diese Geschichte Buch und Film empfehlen, es lohnt sich. Ps.: googelt ruhig mal nach ihr, denn im Internet könnt ihr noch beeindruckende Originalaufnahmen von ihrer Reise finden.

Der große Trip – CHERYL STRAYED

Wieder eine Abenteurerin, die ihre Geschichte in ein Buch verpackt hat. Mehrere Tausend Meilen läuft Cheryl den Pacific Crest Trail in Kalifornien, ohne große Erfahrung, dafür mit viel emotionalen Ballast im Gepäck – gescheiterte Ehe, Drogen, der Tod ihrer Mutter (und das alles mit gerade einmal 26 Jahren). Ich muss gestehen, dass ich das Buch nicht fertig gelesen habe. Jedoch nicht weil das Buch schlecht war, sondern weil ich zwischendurch den Film geschaut habe. Das war keine besonders schlaue Idee, denn danach wollte ich das Buch nicht mehr fertig lesen. Generell war mir diese Geschichte aber auch ein bisschen zu krass: viele Männeraffären, Drogen … das ist nicht unbedingt mein Ding. Ich mochte dennoch ihren Schreibstil und die Abenteuer, die sie auf ihrem Trip erlebt hat, weshalb ich es trotzdem empfehlen würde.

Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg – HAPE KERKELING

Und last but not least noch ein Buch, das wohl am wenigsten zu den vorherigen passt, jedoch trotzdem super ist. Der deutsche Komiker Hape Kerkeling verabschiedet sich mit den Worten: Ich bin dann mal weg und begibt sich auf eine Reise durch Spanien. Hape ist ebenfalls kein erfahrener Pilger, jedoch hat er wie so viele andere einige Fragen im Gepäck. Seine Geschichte hat wohl den geringsten Wildnisfaktor, denn der Jakobsweg ist sehr populär und Hape Kerkeling schläft in Unterkünften und ist oft mit anderen Pilgern unterwegs. Trotzdem ist das Buch spannend und vor allem unterhaltsam. Wie man es von einem Komiker erwartet wird man öfter mal zum Lachen gebracht und man hat bei dieser Geschichte mehr das Gefühl, dass man das auch gerne mal machen möchte. Es scheint machbarer und realistischer. Außerdem macht Hape auf seiner Reise viele clevere Entdeckungen über sich und seine Umwelt, die zum Nachdenken anregen. Ich selber habe seine Geschichte als Hörbuch gehört, was mir sehr gut gefallen hat. Den Film habe ich noch nicht gesehen – könnt ihr ihn empfehlen?

1 Ziegenkäse 4 verschiedene Gerichte

Ich habe sicher schonmal erwähnt, dass Einkaufen in Neufundland echt eine kostspielige Angelegenheit ist. Im normalen Supermarkt bezahlt man schnell mal 5 Dollar für eine Aubergine oder 4 Dollar 50 für 100 Gramm Mandeln. Von Bioprodukten fang ich lieber gar nicht erst an. 

Deswegen gehen wir oft bei Costco, einer amerikanischen Großhandelskette, einkaufen, in der wir große Mengen zu geringeren Preisen bekommen. Zumindest solange, bis hier im Sommer wieder die lokalen Farmers Markets aufmachen.

Beim letzten Besuch habe ich eine große Packung Ziegenkäse mitgenommen und damit er mir nicht schlecht wird, habe ich gleich mal verschiedenste Rezepte mit Ziegenkäse ausprobiert.
Ich bin großer Ziegenkäse Fan, vor allem wenn er mild ist, weil man ihn dann so vielfältig einsetzten kann.

Ich habe heute diese Rezepte für euch : Ziegenkäse-Rote Beete Sandwich, Ziegenkäse -Quinoa Salat, Spargel Pizza und eine ganz besondere Pizza : wir nennen sie buis les baronnies(aber dazu später mehr)

Ziegenkäse – Rote Beete Sandwich  (macht zwei Sandwiches)

Starten wir also gleich mal mit einem einfachen Snack. Alles was ihr braucht ist :

  • vier Brotscheiben
  • eine rote Beete
  • milder Ziegenkäse
  • etwas Honig
  • Rucola
  • Essig, Öl, Salz, Pfeffer

Als erstes schneidet ihr die rote Beete in Scheiben und legt sie in eine Mischung aus Öl und Essig. Dann streut ihr etwas Pfeffer und Salz darüber und bratet sie für ein paar Minuten in der Pfanne. Danach das Brot dick mit Ziegenkäse bestreichen und ein wenig Honig darüber verteilen. Das Brot wird jetzt ebenfalls für ein paar Minuten in der Pfanne gebraten. Während der Ziegenkäse anfängt zu schmelzen, die rote Beete auf den Käse geben und mit Rucola belegen – zuklappen und fertig.

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Für die Faulen unter euch, nehmt einfach schon bereits eingelegte rote Beete, dann spart ihr euch den ersten Schritt. 😉

Ziegenkäse -Quinoa Salat (für ca. 4 Personen)

Dieser Salat ist definitiv ein bisschen speziell und sicher nicht jedermanns Sache, wer aber Salate mit süßlicher Note mag, sollte ihn auf jeden Fall probieren.

Ihr braucht:

  • zwei Tassen Quinoa
  • einen halben Granatapfel (ich habe die andere Hälfte einfach selber genascht 😉 )
  • ca. 50 Gramm Rosinen
  • ca. 80 Gramm Mandelblätter
  • ca. 100 Gramm Ziegenkäse
  • Zitronensaft von 2 Zitronen
  • einen Löffel Zucker
  • Minze nach belieben

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Zuerst müsst ihr natürlich den Quinoa kochen, denn dieser ist eure Grundsubstanz. Während dieser vor sich hin köchelt könnt ihr schon mal den Granatapfel und die Zwiebel schälen. Dann die Mandelblätter in einer Pfanne für ein paar Minuten anbraten.

Wenn der Quinoa fertig ist könnt ihr Granatapfel- und Zwiebelstücken sowie Mandelblätter und Rosinen hinzufügen. Dann nehmt ihr den Ziegenkäse und zerkrümelt in vorsichtig.
Jetzt fehlt nur noch das I-Tüpfelchen: Ihr presst eine Zitrone aus und gießt den Saft darüber, dazu kommt noch ein Löffel Zucker und ein bisschen Minze für den Kick. Dann erst einmal probieren. Wenn ihr wollt könnt ihr noch mehr Zitronensaft hinzufügen, je nach Geschmack. 🙂

Kommen wir nun zu den Pizzen…

Zu erst einmal die Spargel Pizza

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Für die Spargel Pizza braucht ihr:

  • Pizza Teig
  • Tomatensoße
  • einen kleinen Bund grüner Spargel
  • 4 Champignons
  • eine Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Ziegenkäse

Diese Pizza war ein kleines Experiment von mir. Meine Familie meinte noch so: mach aber nicht zu viel, am Ende ist es keiner. Pah, verputzt haben sie alle und zwar in Nullkommanix 😛

Zuerst den Pizzateig aufs Blech bringen (das funktioniert bei uns mal mehr mal weniger gut :P). Dann den Spargel schälen und für ca. 10 Minuten in der Pfanne mit etwas Salz anbraten. Danach den Teig dünn mit Tomatens0ße bestreichen und mit allen Zutaten belegen. Am Ende den Ziegenkäse drüber streuen und die Pizza für 20 Minuten bei 180 Grad in den Ofen, aber zu erst noch schnell Pizza Nummer 2 machen! 🙂

Pizza Nummer 2 nennen wir liebevoll buis les baronnies

Das ist ein kleiner Ort in Südfrankreich, in dem wir diese Pizza zum ersten Mal beim verrücktesten Pizzabäcker der Welt gegessen haben. Wir schaffen es natürlich nie, dass sie genauso gut schmeckt wie dort, aber unsere Kopie ist nicht schlecht!

Ihr braucht :

  • Teig für eine Pizza
  • eine 3/4 Aubergine
  • Honig
  • Ziegenkäse
  • Öl

Schneidet die Aubergine in dünne Scheiben und bratet sie ordentlich in Öl an. (die Pizza ist nicht die Gesündeste 😉 ). Die Scheiben müssen richtig schön labbrig sein. Noch mit etwas Salz abschmecken und dann auf einen Teller legen. Danach den Teig in die Form pressen und dünn mit Öl bestreichen. Jetzt könnt ihr die Auberginenscheiben darauf legen und diese mit Honig beträufeln. Auch hier gilt es nicht mit dem Honig zu sparen! Dann muss nur noch der Ziegenkäse drüber und dann kann es auch schon in den Ofen. Ebenfalls für 20 Minuten bei 180 Grad.

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Das Bild ist etwas ungünstig, es war schon sehr spät und wir hatten kein vernünftiges Licht mehr, aber ihr könnt mir glauben: die schmeckt! 🙂

Ich hoffe die kleine Rezeptsammlung hat euch gefallen. Bis bald ihr Lieben,

eure Macky