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Und wovon träumst du?

Als ich vor zwei Jahren das erste Mal nach Neufundland kam war alles ziemlich neu. Um mich also ein bisschen zu integrieren, beschloss ich einen Töpferkurs zu machen. Wenn ich jetzt daran zurück denke, finde ich das fast schon ein bisschen witzig, denn in der Schule war Töpfern im Kunstunterricht das reine Grauen. 
Aus traurigen Tonwürsten mussten wir Schüssel formen. Ich kam mir dabei vor wie im Bastelkurs für Vorschulkinder. Alles hat geklebt und geschmiert und das Endresultat wurde ein ungeliebtes Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass das meine letzte Begegnung mit Ton war – hehe hätte ich damals mal in die Zukunft blicken können. Jedenfalls begann ich diesen Töpferkurs, hauptsächlich um ein paar neue Leute kennen zu lernen. Wir kneteten ein paar Schüsselchen und einen Teller, machten Perlen und glasierten. Die Leute waren nett, wir lachten zusammen und das Töpferstudio mit dem Blick auf den Hafen und das Meer wurde zur Wohlfühloase für mich. Je weiter der Kurs voranschritt, desto länger schienen die Abstände zwischen den Treffen zu werden. Die …

Umzug, Neustart, Abenteuer, Abschiedsschmerz.

Vier Wörter, die mein momentanes Gefühlschaos ziemlich gut zusammenfassen. Am Wochenende war es so weit. Gepackte Kisten, eine Weltkarte, Tisch, Bett, Schrank, Sofa und anderer Kleinkram wurden in den Anhänger verstaut und dann habe ich Nordrhein – Westfalen Tschüss gesagt. Ich muss zugeben, dass ich Nordrhein – Westfalen den Rücken zudrehe, tut mir nicht so weh. Das Fleckchen war nichts für mich. Zu städtisch, zu viele Menschen. Aber um die Menschen, mit denen ich die vergangenen Monate verbracht und eine wunderbare Altbauwohnung geteilt habe, tut es mir leid. Abschied ist schon eine seltsame Sache, vor allem wenn er so endgültig ist. Wenn ich meine Familie umarme und sage bis bald, dann weiß ich genau was das heißt. In meinem Fall heißt bis bald bis in drei Monaten. Bei meinen Mitbewohnern weiß ich nicht was es heißt – bis in ein paar Monaten, Jahren – oder schafft man es am Ende doch nie sich auf den Kaffee in der neuen Heimat zu treffen? Wir werden sehen. Erst einmal hilft da wohl nur nach vorne schauen und …